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Wiederholte Fehlgeburten

Eine Fehlgeburt ist immer ein trauriges Ereignis für alle Paare, die sich ein Kind wünschen. Passiert dies wiederholt, kann dies sehr traumatisch sein. Wiederholte Fehlgeburten sind definiert als mindestens drei aufeinanderfolgende Fehlgeburten und werden medizinisch „habituelle Aborte“ genannt.

Eine einmalige Fehlgeburt wird häufig durch genetische Fehlbildungen verursacht, das Kind ist nicht gesund. Jedoch hat man festgestellt, dass bei wiederholten Fehlgeburten auch gesunde Schwangerschaften verloren werden können.

Die Ursachen dafür sind komplex und vielfältig. Um zu erkennen, was bei Ihnen dahinterstecken könnte, sollte eine ausführliche Spezialdiagnostik veranlasst werden. Leider kann bisher nur bei einem Teil der Paare eine Ursache gefunden werden.

Wenn Sie unter wiederholten Fehlgeburten leiden, können wir Sie gerne in einem ärztlichen Gespräch beraten. Weiterführende Untersuchungen sind auch schon nach zwei erlittenen Fehlgeburten möglich, wenn Sie dies wünschen. Gerne besprechen wir Ihre persönliche Situation.

Mögliche Ursachen von wiederholten Fehlgeburten

  • Genetische Eigenschaften der Eltern, die zu einem nicht lebensfähigen Kind führen
  • Störungen im Hormonhaushalt der Frau wie Schilddrüsenerkrankung, Polyzystisches Ovar Syndrom, Diabetes
  • chronische, nicht bemerkbare Entzündung der Gebärmutter
  • anatomische Besonderheiten der Gebärmutter: Myome, angeborene Fehlbildungen
  • Gerinnungsstörungen bei der Frau
  • Störungen des weiblichen Immunsystems
  • Spermienfaktor
  • fortgeschrittenes Alter der Mutter

Diagnostik

Bei beiden Partnern:

  • Humangenetische Beratung und Untersuchung des Karyotyps (Blutentnahme)

Bei Ihr:

  • Gebärmutterspiegelung und Untersuchung einer Probe Gebärmutterschleimhaut (operativer Eingriff)
  • Gerinnungsdiagnostik (Blutentnahme)
  • Immundiagnostik (Blutentnahme)
  • Zuckertest (Trinken von einem Zuckergetränk und 3x Blutentnahme)
  • Hormonanalyse bei der Frau (Blutentnahme)

Bei Ihm:

  • Untersuchung der Spermien mit Spermiogramm und DNA-Fragmentation

Beim Kind:

  • Pränataldiagnostik (erst ab ca. 10. SSW möglich): Bluttest, Plazentabiopsie oder Fruchtwasseruntersuchung
  • genetische und histologische (mikroskopische) Untersuchung des Schwangerschaftsgewebes nach einer Fehlgeburt

Therapie

  • ursächlich – abhängig von der festgestellten Ursache
  • Insemination mit Spermienselektion im Kinderwunschlabor
  • künstliche Befruchtung (IVF oder ICSI) mit Spermienselektion im Kinderwunschlabor
  • künstliche Befruchtung (ICSI) mit Polkörperdiagnostik
  • Immuntherapie – Eigenbluttherapie, Infusionen
  • Seelische Unterstützung

Spermienselektion bei Spermienfaktor

Im Kinderwunschlabor können die Spermien genau untersucht werden. Denn obwohl der Mann in der Lage ist auf natürlichem Weg ein Kind zu zeugen, so kann es dennoch möglich sein, dass die Spermien selbst oder Bestandteile im Ejakulat Ursache für eine Fehlgeburt sein können. Mit Hilfe eines Spermiogramms und der DNA-Fragmentation bei uns können wir diese Faktoren erkennen. Sollten hier mögliche Ursachen festgestellt werden, können wir bei Kinderwunschbehandlungen wie Insemination, IVF oder ICSI Maßnahmen in Bezug auf eine Spermienselektion ergreifen um das Risiko einer Fehlgeburt zu verringern.

Polkörperdiagnostik

Frauen werden schon mit komplett ausgestatteten Eierstöcken voller Eizellen geboren. Nach der Geburt ist es dem Körper nicht mehr möglich neue Eizellen zu bilden. Eine Frau kann mit ungefähr mit 1000 Eisprüngen bzw. 1000 Menstruationszyklen in ihrem Leben rechnen. Danach ist der Eizellvorrat erschöpft. In einem Lebensalter von 38 Jahren liegt bereits eine deutlich reduzierte Eizellreserve vor.

Der ganz normale Alterungsprozess führt aber nicht nur zu einem Verlust von Eizellen sondern auch zu einer Häufung von genetischen Anomalien der vorhandenen Eizellen. Wenn eine Frau unter wiederholten Fehlgeburten leidet und 38 Jahre oder älter ist, können genetische Anomalien der Eizellen für die wiederholten Fehlgeburten verantwortlich sein. Eine Polkörperdiagnostik in Verbindung mit einer ICSI-Therapie kann Gewissheit über die Gesundheit der Eizellen bringen. Dadurch, dass ausschließlich gesunde Eizellen für den Embryotransfer verwendet werden, ist das Risiko einer Fehlgeburt deutlich verringert.

Immuntherapie

Wir können zwei Arten der Immuntherapie anbieten:

  • Spülung der Gebärmutter mit aufbereitetem Eigenblut
  • Infusionstherapie

Gebärmutterspülung

Es ist nachgewiesen, dass aufbereitetes Eigenblut das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut anregen kann und die Schwangerschaftschancen von Patienten mit einer dünnen Gebärmutterschleimhaut verbessern kann. Außer der Versorgung der Gebärmutterschleimhaut mit wichtigen Nährstoffen, werden dadurch auch Immunfaktoren aus der Gebärmutter entfernt, die eine Einnistung behindern oder eine Fehlgeburt verursachen können.

Infusionstherapie

Regelmäßige Infusionen von hochdosierten Antioxidantien können eine überzogene Immunantwort der Mutter auf den übertragenen Embryo regulieren. Hierzu nehmen wir wöchentliche Blutanalysen in Kooperation mir Dr. Pfeiffer vor, auf dessen Basis Ihre persönliche Immuntherapie erstellt wird. Falls es nötig wird, können zusätzlich Kortisonpräparate eingenommen werden.

Seelische Unterstützung – beste Therapie wenn keine Diagnose vorliegt

Es ist wissenschaftlich belegt, dass die effektivste therapeutische Maßnahme bei wiederholten Fehlgeburten ohne konkrete Diagnose das sogenannte „TLC = tender loving care“ ist. Man konnte nachweisen, dass Frauen mit habituellen Aborten, die ab dem positiven Schwangerschaftstest wöchentliche Termine beim Arzt wahrgenommen hatten eine signifikant niedrigere Fehlgeburtenrate hatten. Während der Arztbesuche wurde ein Ultraschall durchgeführt und die Patientinnen beruhigt, dass die Schwangerschaft normal verläuft.

Kinderwunsch Zentrum Hagen

MO 8:00-13:00 und 14:00-16:00 Uhr
DI 8:00-13:00 und 14:00-18:00 Uhr
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Unser nächster Infoabend: Di, 9.10.2018

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