+49 2331 739 04 21 info@kinderwunsch-hagen.de

Kinderwunschbehandlung mit Samenspende

Manche Paare benötigen eine Kinderwunschtherapie mit Hilfe von Spendersamen.
Notwendig werden kann eine solche Behandlung:

  • bei fehlenden Spermien im Ejakulat oder Hodengewebe (TESE)
  • bei stark eingeschränkter Samenqualität im Ejakulat oder Hodengewebe
  • nach mehreren erfolglosen ICSI-Therapien bei eingeschränkter Samenqualität des Partners
  • bei einer genetischen Erkrankung des Mannes

Der Partner hat gegenüber dem Kind die gleichen Rechte und Pflichten wie ein Vater, der das Kind mit seinem eigenen Samen gezeugt hat.

Woher kommt der Spendersamen?

Der Spendersamen stammt von einer Samenbank. Hier werden die Spender vor der Samenspende gründlich untersucht und ausgewählt. Sie müssen völlig gesund sein und eine gute Samenqualität aufweisen, sie dürfen keine Infektionskrankheiten haben und keine Erbkrankheiten in der Familie. Die Samenspender erhalten für ihre Spende in der Regel eine Aufwandsentschädigung.

Nach der Untersuchung wird entschieden, ob ein Samenspender zu einer Spende zugelassen wird. Nach der Abgabe wird der Samen zunächst für 6 Monate eingefroren und in Quarantäne aufbewahrt. Nach Ablauf der Zeit wird der Spender erneut auf Infektionskrankheiten untersucht und erst dann darf der Samen für eine Spende freigegeben werden.

Wie wird ein Spender ausgesucht?

Der passende Spender wird nach verschiedenen Kriterien ausgesucht.
Wichtig ist es folgende körperliche Merkmale auf den Mann abzustimmen:

  • Haarfarbe
  • Augenfarbe
  • Hautfarbe
  • Größe und Gewicht
  • Blutgruppe

Bei manchen Samenbanken kann das Paar den Samenspender mit den gewünschten Merkmalen selbst über die entsprechende Website aussuchen. Vor einer Bestellung von Spendersamen sollten Sie aber unbedingt klären, ob Ihr Kinderwunschzentrum eine Behandlung mit Ihrem ausgewählten Spender anbieten kann. Hierzu müssen einige rechtliche Aspekte beachtet werden, wie z.B. darf der Spender nicht anonym sein.

Ablauf der Behandlung mit Samenspende

Jede Art der Kinderwunschbehandlung kann mit einem Spendersamen durchgeführt werden.
Möglich sind:

  • Insemination
  • IVF oder ICSI im natürlichen oder sanft unterstützten Zyklus
  • klassische IVF
  • klassische ICSI

In einem ärztlichen Beratungsgespräch klären wir zusammen mit Ihnen welche Methode Ihren Wünschen entspricht und für Sie am Besten geeignet ist.

Rechtliches zur Samenspende

Als erstes erfolgt eine ausführliche ärztliche Beratung in unserem Zentrum über die rechtlichen und sozialen Aspekte einer Behandlung mit Samenspende. Eine Behandlung mit Spendersamen ist in Deutschland rechtlich erlaubt. Voraussetzung ist, dass der Samenspender nicht-anonym ist, damit das Kind die Möglichkeit hat den Namen des leiblichen Vaters zu erfahren.

Zur Absicherung des Kindes, das aus dieser Behandlung entsteht, sowie den Rechten und Pflichten beider Eltern, empfehlen wir den Abschluss eines notariell beglaubigten Vertrages vor einer geplanten Therapie.

Ebenfalls sollte eine psychologische Beratung des Paares durch BKID-zertifizierte Therapeuten stattfinden. Gerne vermitteln wir Ihnen einen Kontakt.

Bitte beachten Sie, dass ab Mitte 2018 das neue Samenspenderegistergesetz in Kraft tritt. Das Gesetz sieht vor, dass beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) in Köln ein bundesweites Samenspenderregister eingerichtet wird. Menschen, die durch eine Samenspende gezeugt worden sind, können dann ab dem 16. Geburtstag Auskunft über den Spender erhalten, wenn sie dies wünschen. Für jüngere Kinder können die Eltern als gesetzliche Vertreter die Auskunft für das Kind einholen.

In das Samenspenderregister werden personenbezogene Daten von Spendern und Empfängerinnen einer Samenspende aufgenommen (Name, Geburtstag, Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Anschrift). Auch kann der Spender freiwillig ergänzende Angaben über seine Person für das Kind hinterlassen (z.B. Aussehen, Bildungsstand, Beweggründe für die Spende). Die Angaben des Spenders werden 110 Jahre lang gespeichert.

Kostenübernahme bei Samenspende

Generell übernehmen weder die gesetzlichen noch die privaten Krankenkassen die Kosten für eine Behandlung mit Samenspende. Ihren individuellen Kostenvoranschlag erstellen wir gerne nach einem persönlichen Gespräch, sobald wir wissen welche Art der Behandlung für Sie in Frage kommt.

 

Kinderwunsch Zentrum Hagen

MO 8:00-13:00 und 14:00-16:00 Uhr
DI 8:00-13:00 und 14:00-18:00 Uhr
MI 8:00-13:00 Uhr
DO 8:00-13:00 und 14:00-18:00 Uhr
FR 8:00-13:00 Uhr

In der Zeit vom 24.12.2018 bis einschließlich 01.01.2019 bleibt unsere Praxis geschlossen.

Unser nächster Infoabend: DI 08.01.2019

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!
 +49 (0)2331 739 04 21

info@kinderwunsch-hagen.de

Kontakt